Wirbelsäulen Spreizersystem

Piccolino

Muskelschonender Zugang zur lumbalen Wirbelsäule

Piccolino

Miniaturisierter Retraktor für subperiostale und transmuskuläre Zugänge

Piccolino Retraktor im Größenvergleich zur Standardgröße Standardgröße Piccolino
Weniger Volumen, mehr Schonung Piccolino (vorne) im direkten Vergleich zur Standardgröße (hinten) – jedes Bauteil ist auf minimales Volumen ausgelegt, für maximalen Zugangsraum bei kleinstmöglichem Profil.

Erleichtert die Resektion von intraduralen Tumoren. [1]

Features
Für miniaturisierte subperiostale und transmuskuläre Zugänge
Geringes Kragenprofil vermeidet Druckläsionen der Haut
Reduzierte Wandstärke für mehr Zugangsvolumen
Zunehmende Spreizung in der Tiefe
Features

Miniaturisierte Zugänge

  • Miniaturisierte subperiostale, paravertebrale und transmuskuläre Zugänge
  • Distal betont geöffnetes Spekulum ermöglicht eine uneingeschränkte Darstellung des OP-Gebietes – im Vergleich zu konventionellen Techniken

Fixierung am OP-Tisch

  • Stabile und driftfreie Retraktion
  • Geringes Weichteiltrauma
  • Bessere Visualisierung durch Kippstellung

Effizienz im OP

  • Effizientere Arbeitsabläufe
  • Erleichterung der Resektion von intraduralen Tumoren
Piccolino Spreizersystem – Variante 1
Piccolino Spreizersystem – Variante 2
Piccolino Spreizersystem – Variante 3

Das „Piccolino" Wirbelsäulen-Spreizersystem eignet sich sowohl für miniaturisierte subperiostale paravertebrale Zugangstechniken, als auch für transmuskuläre. Aufgrund der distal betonten Öffnung des Spekulums ergibt sich trotz der reduzierten Abmessungen keine eingeschränkte Darstellung des operativen Zielgebietes im Vergleich zu konventionellen Techniken.

Piccolino Detailaufnahme Spekulum
  • Geringes Kragenprofil vermeidet Druckläsionen der Haut
  • Reduzierte Wandstärke des Spekulums ermöglicht mehr Zugangsvolumen
Piccolino Röntgendurchleuchtung
  • Laterale und mediale Valven aus Aluminium ermöglichen eine optimale Darstellung bei seitlicher Röntgendurchleuchtung
Piccolino im OP-Einsatz
  • Zunehmende Spreizung in der Tiefe gewährleistet trotz des miniaturisierten Zugangs eine ausreichende Darstellung des operativen Zielgebietes
Piccolino Haltearm
Piccolino System

Modularer Haltearm

Flexibel positionierbarer Haltearm mit werkzeuglosem Schnellwechselsystem und präziser Kugelgelenk-Fixierung für stabile Instrumentenführung während des Eingriffs.

Adapter mit Schnellverschluss

Adapter mit Schnellverschluss

Werkzeugloser Schnellwechsel ermöglicht die zügige, flexible Positionierung unterschiedlicher Instrumente am Haltearm.

Kugelgelenkvorrichtung

Kugelgelenkvorrichtung

Stufenlose Kugelgelenk-Fixierung erlaubt eine präzise Winkeleinstellung und sichere Arretierung des gesamten Arms.

Ein Retraktor – vier Wege zum Ziel

Piccolino in der Anwendung

01 Interlaminärer Zugang
Lumbaler Bandscheibenvorfall & Spinalkanalstenose
  • Hautinzision ca. 18 mm, 5 mm paramedian, zentriert auf Zwischenwirbelraum
  • Subperiostale, stumpfe Präparation der Muskulatur
  • Piccolino-Spekulum bündig zur Hautinzision, laterale Aluminium-Valve individuell angepasst
  • Röntgentransparente Valve erleichtert Höhenlokalisation
  • Auch geeignet für Cross-over-Technik bei bilateraler Dekompression
Interlaminärer Zugang mit Piccolino - intraoperative Aufnahmen
Intraoperative Aufnahmen: Röntgenmarkierung, Spekulum-Einführung, interlaminäre Fensterung, postoperative Kontrolle
02 Translaminärer Zugang
Gezielter Zugang durch den Halbbogen
  • Hautinzision ca. 18 mm, zentriert auf den Bandscheibenvorfall
  • Piccolino ermöglicht Darstellung von Halbbogen-Rand und Dornfortsatz-Übergang
  • Röntgenkontrolle durch strahlentransparente Aluminium-Valve
  • Ca. 10 mm translaminäres Fenster – Sicherheitsabstand von mind. 3 mm zur Pars interarticularis
Translaminärer Zugang mit Piccolino - intraoperative Aufnahmen
Intraoperative Aufnahmen: Röntgenmarkierung, Durchleuchtung, Spekulum-Positionierung, Wundverschluss
03 Extraforaminaler Zugang
Lateral gelegene Bandscheibenvorfälle
  • Hautinzision ca. 25 mm, ca. 40 mm paramedian
  • Zwei Aluminium-Valven im Einsatz: laterale (Haut → Querfortsätze) und mediale (Haut → Gelenkfacette), meist 15 mm kürzer
  • Konvergenz nach medial durch Unterpolsterung des Spekulum-Griffs einstellbar
  • Röntgentransparenz beider Valven erleichtert Höhenkontrolle
Extraforaminaler Zugang mit Piccolino - intraoperative Aufnahmen
Intraoperative Aufnahmen: Hautinzision, Spekulum-Positionierung mit lateraler/medialer Valve, Zielgebiet
04 Dorsolaterale Foraminotomie
Zervikaler Zugang (Concorde-Lagerung)
  • Hautinzision ca. 20 mm, 5 mm paramedian
  • Zielgebiet: V-förmiges Auslaufen des Ligamentum flavum nach lateral
  • Piccolino bündig zur Hautinzision, individuelle Aluminium-Valve
  • Key-hole-Fensterung für Zugang zur Nervenwurzel-Axilla
Dorsolaterale Foraminotomie mit Piccolino - intraoperative Aufnahmen
CT-Darstellung, Spekulum-Positionierung, Zielgebiet, Hautinzision im Verlauf
Gemeinsamer Nenner aller vier Techniken
  • Mikrochirurgischer Zugang mit minimaler Hautinzision (18–25 mm)
  • Individuell anpassbare, röntgentransparente Aluminium-Valven
  • Präzise Höhenlokalisation ohne Bildartefakte
  • Standardisierter Wundverschluss
Wissenschaftlicher Hintergrund & Quellen

Die Bedeutung einer postoperativ nicht denervierten paravertebralen Muskulatur ist unumstritten.[2,3] Perkutane Pedikelschrauben und Röhrchenspekula in der mikrochirurgischen Behandlung lumbaler und zervikaler Bandscheibenvorfälle setzen dieses Konzept um — die reduzierte Traumatisierung der Muskulatur senkt den postoperativen Schmerzmittelverbrauch.[3]

„Piccolino" eignet sich für miniaturisierte subperiostale und transmuskuläre Zugänge gleichermaßen. Trotz reduzierter Abmessungen und distal betonter Öffnung des Spekulums bleibt die Darstellung des OP-Feldes uneingeschränkt. Am OP-Tisch fixierbar, bietet er stabile, driftfreie Retraktion, geringeres Weichteiltrauma und bessere Visualisierung durch Kippstellung.

  1. [1] Karki M, Pandey R, Vaish M et al. (2025) Microscopic minimal invasive resection of spinal tumor with tubular retractor system: Case studies of 70 patients with literature review. Asian J Neurosurg. 2025 Apr 3;20(3):491-497. doi.org/10.1055/s-0045-1806866
  2. [2] Makia M, Adelbary T, Bakry A (2021) Paraspinal muscle damage in intermuscular and conventional lumbar spinal fixation: A comparative study. Interdisc. Neurosurg. (26), Dec 2021, 101284
  3. [3] Brock M, Kunkel P, Papavero L (2008) Lumbar microdiscectomy: subperiosteal versus transmuscular approach and influence on the postoperative analgesic consumption. Eur. Spine J., Vol. 17, 4:518-522
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